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Das Aktivitätsdiagramm

Aktivitätsdiagramme werden z. B. zur Beschreibung von Geschäftsprozessen und Anwendungsfällen (Use Cases) und zur Dokumentation der Implementierung von Systemprozessen eingesetzt. Auch komplexe Abläufe können in Aktivitätsdiagrammen anschaulich dargestellt werden. Sequenzielle und nebenläufige Abläufe werden durch Aktionen, Kontroll- und Objektflüsse abgebildet.

Das Diagramm

Beispiel eines Aktivitätsdiagrammes mit Startknoten, Aktionen, einem Entscheidungsknoten, einem Objekt und einem Endknoten

Werkzeugleiste

Für die Arbeit im Diagramm steht auf der linken Seite des Diagramms eine Werkzeugleiste zur Verfügung. Über diese Werkzeugleiste werden Elemente und Beziehungen angelegt sowie vorhandene Elemente in das Diagramm übernommen. Welche Elemente und Beziehungen mit einer Schaltfläche angelegt werden können, wird über einen Tooltip angezeigt, wenn Sie mit der Maus über eine Schaltfläche fahren.

Elemente, die in einem Diagramm erstellt werden, werden direkt als untergeordnete Elemente des Diagramms angelegt.

Tipp
Sie können Block-, Ziel-, Klassen-, Package-, Anwendungsfall-, Systemkontext-, Anforderungs- und andere Aktivitätsdiagramme per Drag & Drop in das Diagramm übernehmen.
Zulässige Diagrammelemente

Nicht alle Elementtypen können in diesem Diagrammtyp verwendet werden. Welche Diagrammelemente zulässig sind, richtet sich nach den Modellierungsstandards der UML sowie den zugrunde liegenden Modellierungsregeln. Der Diagrammtyp unterstützt entsprechend nur die dafür vorgesehenen Elementtypen.

Das Anlegen neuer Elemente erfolgt immer nach dem gleichen Prinzip: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann in das Diagramm. Es öffnet sich ein Anlegedialog und sobald der Dialog bestätigt wird, wird das Element im Diagramm dargestellt.

Aktionen, die im Diagramm angelegt werden, werden als Unterelemente der Modelaktivität angelegt.

Neu anlegen

Mit dem Auswahlwerkzeug (Pfeil) können Sie:

  • den Diagrammhintergrund verschieben: Klicken Sie auf den Diagrammhintergrund und ziehen Sie diesen mit gedrückter linker Maustaste an eine andere Position. 
  • Diagrammelemente und Beziehungen bearbeiten: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Diagrammelement oder eine Beziehung, um das Kontextmenü aufzurufen. 
  • Diagrammelemente markieren: Halten Sie die Shift-Taste und ziehen Sie mit der linken Maustaste einen Rahmen um die gewünschten Elementknoten. Markierte Knoten werden hervorgehoben. Durch einen Klick auf den Diagrammhintergrund wird die Markierung aufgehoben.
Neu anlegen

Aktion anlegen

Eine Aktion ist der kleinste ausführbare Schritt im Aktivitätsdiagramm. Die Summe aller Aktionen beschreibt das Verhalten der Aktivität und wird durch einen eingehenden Kontroll- oder Objektfluss ausgelöst. Eine Aktion kann in einem Aktivitätsdiagramm mehrfach aufgerufen werden und dabei eine Aktion oder eine andere Aktivität starten. Bei Bedarf lassen sich einzelne Aktionen in einem eigenen Aktivitätsdiagramm weiter verfeinern.

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann auf den Diagrammhintergrund.
Darstellung: Aktionsknoten
Unterstützte Verknüpfung: Startknoten, Endknoten, Aktion, Entscheidungsknoten, Gabelung, Objekt

Neu anlegen

Gabelung anlegen

Dient zur Darstellung paralleler Abläufe. Ein Kontrollfluss kann dabei in mehrere parallel ausgeführte Stränge aufgeteilt werden (Splitting) oder mehrere parallele Stränge können wieder zu einem gemeinsamen Ablauf zusammengeführt werden (Synchronisation). Im Bearbeitungsdialog der Gabelung lässt sich außerdem festlegen, ob die Verzweigung auf And- , Or- oder Xor-Bedingungen basiert.
Durch einen Klick in die Mitte des Balkens können Sie zwischen horizontaler und vertikaler Ausrichtung umschalten.

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann auf den Diagrammhintergrund.
Darstellung: horizontaler oder vertikaler oranger Balken
Unterstützte Verknüpfung: Aktion, Gabelung

Neu anlegen

Entscheidungsknoten anlegen

Dient der Visualisierung alternativer Abläufe.
In der Regel sind alternative Abläufe an Bedingungen (optional) geknüpft.  

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann auf den Diagrammhintergrund.
Darstellung: orange Raute 
Unterstützte Verknüpfung: Aktion, Startknoten, Endknoten, Ablaufende, Gabelung

Neu anlegen

Objektknoten anlegen

Objekt, dessen Daten an eine Aktion übergeben bzw. von einer Aktion erzeugt oder verändert werden. Neben Ausprägungen von Klassen können damit auch Variablen, Konstanten oder Speicher jeglicher Art modelliert werden.

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann auf den Diagrammhintergrund.
Darstellung: Objektknoten
Unterstützte Verknüpfung: Aktion

Neu anlegen

Startknoten anlegen

Der Startknoten kennzeichnet den Beginn des Ablaufs, der im Aktivitätsdiagramm dargestellt wird. In einem Diagramm muss es mindestens einen Startknoten geben.

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann auf den Diagrammhintergrund.
Darstellung: orange ausgefüllter Kreis
Unterstützte Verknüpfung: Aktion, Entscheidungsknoten, Endknoten, Ablaufende, Gabelung

Neu anlegen

Endknoten anlegen

Der Endnoten kennzeichnet das Ende des Ablaufs, der im Aktivitätsdiagramm dargestellt wird. In einem Diagramm muss es mindestens einen Endknoten geben. Gibt es mehrere Endknoten, führt jeder einzelne zum Beenden aller im Diagramm beschriebenen Aktionen.

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann auf den Diagrammhintergrund.
Darstellung: oranger Kreis mit ausgefülltem Punkt
Unterstützte Verknüpfung: Aktion, Entscheidungsknoten, Startknoten, Ablaufende, Gabelung

Neu anlegen

Ablaufende anlegen

An diesem Punkt endet ein einzelner Kontroll- bzw. Objektfluss.

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann auf den Diagrammhintergrund.
Darstellung: grauer Kreis
Unterstützte Verknüpfung: Aktion, Entscheidungsknoten, Startknoten, Endknoten, Gabelung, Ablaufende

Neu anlegen

Objektfluss anlegen

Verbindet eine Aktion oder ein Kontrollelement und beschreibt damit den Transport von Daten zum oder vom Objektknoten. 

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf eine Aktion und dann auf einen Objektknoten. Die Reihenfolge der Auswahl richtet sich danach, ob der Objektfluss eingehend oder ausgehend ist.
Darstellung: orange gestrichelte Linie mit Pfeil
Pfeilrichtung: Die Pfeilspitze weist in Richtung des zuletzt angeklickten Elements.

Neu anlegen

Kontrollfluss anlegen

Verbindet zwei Aktionen oder eine Aktion mit einem Kontrollelement und beschreibt die Ablaufreihenfolge der Aktionen.  

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf eine Aktion und dann auf die Aktion, die der vorher markierten folgen soll. 
Darstellung: orange Linie mit Pfeil
Pfeilrichtung: Die Pfeilspitze weist in Richtung des zuletzt angeklickten Elements.

Neu anlegen

Partition anlegen

Gliedert das Diagramm in Verantwortungsbereiche und gruppiert Aktionen.
Partitionen können geschachtelt sein. Eine Aktion kann mehreren Partitionen zugeordnet werden.

Vorgehen beim Anlegen: Die Größe des Bereichs legen Sie durch Ziehen bei gedrückter Maustaste fest.

Neu anlegen

Notiz anlegen

Dient zum Anlegen einer Notiz, um zusätzliche Informationen zum Diagramm oder einem Diagrammelement zu geben.

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann auf den Diagrammhintergrund.
Darstellung: Notizknoten
Unterstützte Verknüpfung: alle Elementknoten

Neu anlegen

Notiz-Beziehung anlegen

Verbindet eine Notiz mit einem anderen Diagrammelement.

Vorgehen beim Anlegen: Klicken Sie auf die Notiz und dann auf den Elementknoten, der durch die Notiz näher beschrieben wird.
Darstellung:
grau gestrichelte Linie 

Beispiele

Startknoten

Mit dem Aufruf der Aktion Patient kommt startet die Aktivität.

Mit dem Aufruf der Aktion Patient kommt startet die Aktivität.

Aktion

Die Aktion Artikelsuche aufrufen.

Die Aktion Artikelsuche aufrufen. Ihr Stereotyp – hier der Standardstereotyp ActivityAction – wird im Diagramm ohne die umschließenden Klammern («») angezeigt.

Partition
Welche Aktionen der Kunde durchführt und welche zur Bestellung gehören, wird durch klar abgegrenzte Partitionen dargestellt

Welche Aktionen der Kunde durchführt und welche zur Bestellung gehören, wird durch klar abgegrenzte Aktivitätsbereiche dargestellt, die mit dem jeweiligen Namen beschriftet werden.

Objektknoten

Das Ergebnis der Aktion Patient aufnehmen wird als Objektknoten Patient aufgenommen dargestellt.

Das Ergebnis der Aktion Patient aufnehmen wird als Objektknoten Patient aufgenommen dargestellt.

Kontrollfluss

Die Aktion Patient verwalten geht der Aktion Daten anlegen voraus. Die Ablaufreihenfolge wird durch den Kontrollfluss beschrieben.

Objektfluss

Die beiden Objektflüsse zeigen, dass der Objektknoten Patient aufgenommen von der Aktion Patient aufnehmen erzeugt wird und von der Aktion Patient verwalten vorausgesetzt wird.

Gabelung

zwei Gabelungen

Nach der Aktion Zahlungsart wählen erfolgt eine XOR-Gabelung. Je nach Auswahl des Kunden wird entweder die Aktion mit Keditkarte zahlen oder die Aktion mit PayPal zahlen ausgeführt. Die nicht gewählte Alternative wird nicht durchlaufen. Anschließend werden die Kontrollflüsse synchronisiert und der Ablauf mit der Aktion Zahlung abschicken fortgesetzt.

Bedingung
Welche Aktion als nächstes ausgeführt wird, hängt davon ab, welche Bedingung erfüllt ist: Ist der Patient bekannt, können die Patientendaten aufgerufen werden. Ist er nicht bekannt, wird eine neue Akte erstellt.

Welche Aktion als nächstes ausgeführt wird, hängt davon ab, welche Bedingung erfüllt ist: Ist der Patient bekannt, können die Patientendaten aufgerufen werden. Ist er nicht bekannt, wird eine neue Akte erstellt.

Entscheidungsknoten

Nach der Aktion Patient kommt laufen parallel die beiden Aktionen Patient aufnehmen und Patient verwalten ab. 

Ablaufende
Wenn die Handbremse bereits gelöst ist, endet der Kontrollfluss beim Ablaufende.

Wenn die Handbremse bereits gelöst ist, endet der Kontrollfluss beim Ablaufende.

Endknoten
Die Aktivität endet nach dem Aufruf der Aktion Daten anlegen.

Die Aktivität endet nach dem Aufruf der Aktion Daten anlegen.