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Das Aktivitätsdiagramm

Aktivitätsdiagramme werden z.B. zur Beschreibung von Geschäftsprozessen und Anwendungsfällen (Use Cases) und zur Dokumentation der Implementierung von Systemprozessen eingesetzt. Auch komplexe Abläufe können in Aktivitätsdiagrammen anschaulich dargestellt werden. Sequenzielle und nebenläufige Abläufe werden durch Aktionen, Kontroll- und Objektflüsse abgebildet.

Das Anlegen neuer Elemente erfolgt immer nach dem gleichen Prinzip: Klicken Sie auf die Schaltfläche und dann in das Diagramm. Es öffnet sich ein Anlegedialog und sobald der Dialog bestätigt wird, wird das Element im Diagramm dargestellt. Alle Elemente, die in einem Diagramm angelegt werden, werden als Unterelemente der Modelaktivität angelegt.

Das Diagramm öffnet sich

  • über das Kontextmenü des Diagrammes mit dem Befehl Öffnen
  • mit einem Doppelklick

Das Diagramm

 Die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen
  Aktion anlegen Legt einen Verhaltensaufruf an. Die Summe aller Aktionen beschreibt das Verhalten der Aktivität und wird durch einen eingehenden Kontroll- oder Objektfluss ausgelöst. Ein und dieselbe Aktion kann in einem Aktivitätsdiagramm mehrfach aufgerufen werden. Eine Aktion kann eine Aktion oder eine andere Aktivität aufrufen. Einzelne Aktionen können bei Bedarf in einem eigenen Aktivitätsdiagramm verfeinert werden.
Bedingung Sind alternative Abläufe im Verhalten einer Aktivität möglich, wird mit Bedingungen beschrieben, welche Voraussetzungen für den jeweiligen Ablauf erfüllt sein müssen.
  Gabelung anlegen Legt ein Kontrollelement zur Darstellung paralleler Abläufe an. Ein Ablauf kann mehrere parallele Abläufe aufteilen (Splitting) bzw. mehrere Abläufe zusammenführen (Synchronisation).
Eine Gabelung wird im Diagramm durch einen Balken visualisiert. Mit einem Klick in die Mitte des Balkens können Sie zwischen horizontaler und vertikaler Ausrichtung der Gabelung wechseln.
  Entscheidungsknoten anlegen Legt ein Kontrollelement zur Visualisierung alternativer Abläufe an und wird als Raute dargestellt. In der Regel sind alternative Abläufe an Bedingungen geknüpft.
  Objektknoten anlegen Legt eine Referenz auf ein Objekt an und repräsentiert damit ein Objekt, dessen Daten an eine Aktion übergeben bzw. von einer Aktion erzeugt oder verändert werden. Neben Ausprägungen von Klassen können damit auch Variablen, Konstanten oder Speicher jeglicher Art modelliert werden.
  Startknoten anlegen An diesem Punkt beginnt die Aktivität. In einem Diagramm muss es mindestens einen Startknoten geben.
  Endknoten anlegen An diesem Punkt endet die Aktivität. In einem Diagramm muss es mindestens einen Endknoten geben. Gibt es mehrere Endknoten, führt jeder einzelne zum Beenden aller im Diagramm beschriebenen Aktionen.
  Ablaufende anlegen An diesem Punkt endet ein einzelner Kontroll- bzw. Objektfluss.
  Objektfluss anlegen Verbindet eine Aktion oder ein Kontrollelement und beschreibt damit den Transport von Daten zum oder vom Objektknoten. Der Objektfluss wird durch einen gestrichelten Pfeil mit einem Objektknoten dargestellt. Die Pfeilspitze weist in Richtung des zuletzt angeklickten Elements.
  Kontrollfluss anlegen Verbindet zwei Aktionen oder eine Aktion mit einem Kontrollelement und beschreibt die Ablaufreihenfolge der Aktionen. Der Kontrollfluss wird durch einen durchgehenden Pfeil dargestellt. Die Pfeilspitze weist in Richtung des zuletzt angeklickten Elements.
  Partition anlegen Gliedert das Diagramm in Verantwortungsbereiche und gruppiert Aktionen. Die Größe des Bereichs legen Sie durch Ziehen bei gedrückter Maustaste fest. Sie werden im Diagramm durch vertikale oder horizontale Bereiche visualisiert, die mit dem Namen der Partition überschrieben sind. Partitionen können geschachtelt sein. Eine Aktion kann mehreren Partitionen zugeordnet werden.
  Notiz anlegen Dient zum Anlegen einer Notiz, um zusätzliche Informationen zum Diagramm oder einem Diagrammelement zu geben.
  Notiz-Beziehung anlegen Verbindet eine Notiz mit einem anderen Diagrammelement.

Beispiele

Startknoten

Mit dem Aufruf der Aktion Patient kommt startet die Aktivität.

Aktion

Die Aktion Artikelsuche aufrufen. Ihr Stereotyp – hier der Standardstereotyp ActivityAction – wird im Diagramm ohne die umschließenden Klammern («») angezeigt.

Partition

Welche Aktionen der Kunde durchführt und welche zur Bestellung gehören, wird durch klar abgegrenzte Aktivitätsbereiche dargestellt, die mit dem jeweiligen Namen beschriftet werden. 

Objektknoten

Das Ergebnis der Aktion Patient aufnehmen wird als Objektknoten Patient aufgenommen dargestellt. 

Kontrollfluss

Die Aktion Patient verwalten geht der Aktion Daten anlegen voraus. Die Ablaufreihenfolge wird durch den Kontrollfluss beschrieben.

Objektfluss

Die beiden Objektflüsse zeigen, dass der Objektknoten Patient aufgenommen von der Aktion Patient aufnehmen erzeugt wird und von der Aktion Patient verwalten vorausgesetzt wird.

Gabelung

Teilung (Gabelung oben) und Synchronisation (Gabelung unten) von Kontrollflüssen. Nach der Aktion Kundendaten erfassen folgen – nebenläufig – die beiden Aktionen Reiseunterlagen erstellen und Angebot reservieren. Anschließend werden die Kontrollflüsse synchronisiert. Danach folgt die Aktion Reiseunterlagen starten

Bedingung

Welche Aktion als nächstes ausgeführt wird, hängt davon ab, welche Bedingung erfüllt ist: Ist der Patient bekannt, können die Patientendaten aufgerufen werden. Ist er nicht bekannt, wird eine neue Akte erstellt.

Entscheidungsknoten

Nach der Aktion Patient kommt laufen parallel die beiden Aktionen Patient aufnehmen und Patient verwalten ab. 

Ablaufende

Wenn die Handbremse bereits gelöst ist, endet der Kontrollfluss beim Ablaufende.

Endknoten

Die Aktivität endet nach dem Aufruf der Aktion Daten anlegen.